Die Süden-Reise

Anfang Januar fuhren Vanessa, Anna-Lena, Justus, Konstantin und ich zu unserer ersten großen Reise in den Süden Indiens.

Es ging von Pune nach Pondicherry, von dort über Auroville nach Madurai und weiter an Indiens südlichsten Punkt Kanyakumari. Dort verließen wir den Staat Tamil Nadu und es ging weiter nach Kerala, genauer gesagt Kumily mit Zwischenstopp in Kovalam und Alappuzah. Von dort nach Kochi, wo es wieder zurück nach Pune ging.

Um 2 Uhr nachts fing es an mit dem Zug von Pune, eine 34 Stunden Zugfahrt bis nach Pondicherry. Unsere erste Zugfahrt hier in Indien, und bis jetzt auch immer noch längste.

Nachdem wir viel über indische Zuege gehört hatten, größtenteils negatives, waren wir alle super überrascht, wie sauber und gut ausgestattet die Züge doch sind. Es ist kein Luxus vorhanden aber alles was wir benötigten und somit war es eine sehr angenehme, schoene und natürlich lustige Zugfahrt, auch wenn wir nachts nicht immer perfekt schlafen konnten.

Pondicherry blieben wir die meiste Zeit am Meer und sahen uns einige alte Kirchen an, die Stadt war früher eine französische Kolonie.

Von dort fuhren wir in das nahe Auroville, wo wir günstig eine schöne kleine Hütte direkt am Strand bezogen, wo nachts noch der Meereswind durchwehte.

Auroville ist eine Kommune mit mehr oder weniger alternativem Lebensstil. Die ungefähr 2200 Bewohner, Häuser, Farmen und Shops Aurovilles verteilen sich über mehrere Dörfer in der direkten Umgebung von der Stadt Pondicherry.

Wir schauten uns einige Einrichtungen Aurovilles an, wie auch eine ökologische Farm, wo wir andere deutsche Freiwillige trafen.

Wieder von Pondicherry aus nahmen wir einen Bus nach Madurai. Dort verbrachten wir nur einen Tag, wo wir hauptsächlich die bekannten Tempel der Stadt besichtigten, diese ragen über die ganze Stadt und sind das Markenzeichen der Stadt. Die Tempel beeindruckten uns alle sehr.

Wir aßen noch sehr lecker in einem traditionellen indischen Restaurant zu Mittag, bevor wir noch am nächsten Morgen dann nach Kanyakumari aufbrachen.

Nach mehreren Stunden anstrengender Busfahrt, erreichten wir den südlichsten Punkt Indiens. Kanyakumari liegt natürlich direkt am Meer und bietet einen unglaublichen Ausblick aufs Meer. Da uns diese Stadt so gut gefiel, verbrachten wir sogar zwei Tage dort um alles zu erkunden und abends noch am Meer die Sterne zu genießen.

Wir fuhren auch mit einer Fähre auf die kleine Insel mit einem bekannten hinduistischen Tempel. Dort besichtigten wir nicht nur den Tempel, sondern hatten wieder einmal eine wunderschöne Aussicht aufs Meer, sowie Kanyakumari selbst.

Von Kanyakumari aus ging es für uns nun nach Kerala. Wir fuhren wir mit einem öffentlichen Bus ungefähr 2 Stunden, bevor wir fast direkt an einem wunderschönen Strand herauskamen. Das Problem hier war nur, dass wir an einem absoluten Touristenort gelandet waren, welcher ganz klar unser Buget sprengen würde.

Deshalb entschlossen wir uns kurzerhand direkt einen weiteren Bus zu nehmen, in die nächste größere Stadt, wir kommen also in Kovalam an. Von dort wollen wir in die international bekannten Backwaters Kerala. Ein riesen Flusssystem im Landesinneren des Staates. Somit nehmen wir einen weiteren Bus nach Alappuzah.

Dort spricht uns direkt nachdem wir aus dem Bus gestiegen waren ein älterer Herr an, welcher uns sehr günstig kleine Hütten vermieten will, mit der Versprechung sie würden direkt an den Backwaters liegen, auch noch zu einem sehr erschwinglichen Preis.

Und tatsächlich, die zwei kleinen Hütten liegen direkt an den Backwaters mit wunderschönem Ausblick.

Am nächsten Tag machten wir dann eine Bootsfahrt durch die Backwaters mit Sonnenuntergang, was wahrscheinlich für alle von uns einer der schönsten Anblicke unseres bisherigen Indienaufenthalts war.

Der Hotelbesitzer gibt uns eine Visitenkarte eines Freundes von ihm, der auch ein Hotel besitzen soll und wir machen uns auf nach Kumily.

Dieses liegt wunderschön mitten in den Bergen und wir sehen uns eine riesige Teeplantage, sowie die dazugehörige Fabrik an, reiten auf Elefanten und essen die womöglich schlechteste Pizza unseres Lebens.

Kumily bietet einen perfekten Abschluss unserer 14-tägigen Südenreise, welche wir alle sehr genossen und wo wir wirklich tolle Eindrücke mit zurück nach Pune nehmen.

Am Ende geht es noch nach Kochi, wo dann der Zug zurück nach Pune fuhr.

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