Kennenlernen auf eine andere Art

Wir(4 Maher-Freiwillige) verbrachten, bevor unsere eigentliche Arbeit in einem der Kinderhäuser beginnt, 3 Tage in Vadhu, dem „Hauptdorf“ von Maher, um vorher die Organisation kennenzulernen und zu verstehen wie Maher funktioniert.

Dort trafen wir viele inspirierende Menschen und lernten zudem alle Center von Maher in der Nähe von Pune kennen. Dabei war uns nie bewusst, wie groß und toll diese Organisation eigentlich ist! Sie macht unglaublich viel für bedürftige Menschen und natürlich hauptsächlich Kinder und Frauen.

Wir sahen viele Center für Kinder und Jugendliche, welche auch ähnlich aufgebaut sind, wie das Haus in dem ich arbeite. Dort sind meistens um die 30, manchmal auch 50 Kinder mit Hausmüttern untergebraucht, die für die Kinder sorgen und sich um sie in allen Belangen kümmern.

Desweiteren besitzt Maher auch Häuser für geistig behinderte Menschen, sowie alte Frauen und Herren. Diese beeindruckten mich besonders, mit welcher Liebe dort umgegangen wird, wie freudig die Menschen dort sind und auch wie wunderschön die Häuser und das Gelände um die Häuser sind. Wir lernten viele Projekte in der Zeit kennen, zum Beispiel ein Slum-Projekt, bei dem ein Slum, es waren dort schon heftige Verhältnisse für unsere Augen, von Maher betreut wird, dass heißt es wird Essen und Trinken bereitgestellt, sowie die Möglichkeiten von Bildung und Arbeit.

Es waren ganz andere Erfahrungen, die wir in den paar Tagen dort machten, zum einen das sehr familiäre Dorf Vadhu mit sehr vielen Kindern und Müttern, welche alle samt unglaublich nett und hilfsbereit waren, und dann auch die Projekte mit ganz anderen Lebensverhältnissen als wir sie gewohnt sind.

Wir wurden am ersten Tag schon von allen Kindern mit einer kleinen Zeremonie, die sich zu unserem Vergnügen die nächsten Tage in fast allen Centern wiederholte, begrüßt. Es war immer wieder eine Freude die Kinder und Jugendlichen zu sehen, wie sie ein „Welcome Song“ für uns sangen und uns so in die große und schöne Maher-Familie willkommen hießen.

Wir schliefen in Gästezimmern und wurden jeden Morgen, Mittag und Abend mit leckerem indischen Essen begrüßt, was uns allem sehr gut gefiel, das wir bisher nicht allzu viel von der typisch indischen Küche kosten konnten.

Tagsüber, wie schon berichtet sahen wir die anderen Center oder blieben auch mal in Vadhu, wo wir mit den Kindern spielten oder sie auch versuchten uns Marathi beizubringen.

Das Haus in dem ich arbeiten werde heißt Premsagar, es ist ein sehr schönes Haus mit mehreren großen Räumen und zwei Hausmüttern, welche sich neben uns(Vanessa und ich werden beide dort in diesem Haus arbeiten) um die Kinder kümmern, für sie kochen und auch zu jeder Zeit für die Kinder da sein werden. Wir werden die Kinder von der Schule abholen, sie zur Schule bringen und natürlich bei der „Study-Time“ helfen, dass heißt bei Hausaufgaben, sowie beim Lernen für Tests oder üben bei Problemen in allen möglichen Fächern. Um die Sprachbarriere zu umgehen werden wir dies mit den Kindern machen, welche eine englische Schule besuchen.


Alles in allem war die Zeit in Vadhu und das Kennenlernen meines zukünftigen Arbeitsplatzes einfach einen total schöne Erfahrung, die ich so schnell bestimmt nicht vergessen werde und mir eine wunderbare Einsicht in Maher gegeben hat.