Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Aktueller Stand und die Norden-Reise!

Vielen fragen sich wahrscheinlich was denn los war die ganze Zeit und warum nichts mehr kam. Erstmal, mir geht es super! :)

Wir waren vor kurzer Zeit 2 Wochen im Norden Indiens unterwegs, hauptsächlich im Himalaya, sind durch verschiedene Orte, wie Manali, Kasol, Dharamshala und das kleine Bergdorf Tosh gereist.

Davor besuchten wir noch das allseits bekannte Taj Mahal in Agra und einen Freund in Delhi.

Es war ein unglaublicher Trip mit bezaubernden Aussichten über noch schneebedeckte Berge, trinken aus einem Bergbach, während einer 6-stündigen Wanderung mitten durch die Berge in Tosh. Auch das Taj Mahal und die anderen Orte waren definitiv sehenswert, obwohl viele Touristen zu dieser Zeit unterwegs waren. Wir hatten viele schöne Momente, aber auch ganz lustige wie 13 Stunden an einem Tag mit verschiedenen öffentlichen Bussen zum nächsten Ort zu kommen, wo dann der Rücken doch sehr weh tut danach und wir uns nur noch auf ein Bett freuten.

Der Urlaub war alles in allem sehr gut und wir wären am liebsten noch länger oben in der kühlen Luft geblieben, als zu den hier herrschenden 42 Grad zurückzukehren.

Momentan kommt nun auch die Zeit, wo ich mich für das Studium bewerben muss, dabei bin ich immer noch nicht 100% sicher was genau ich denn nun machen will. Doch ich habe ein gutes Gefühl bei der Sache und denke das sollte alles ganz gut klappen, wie es bis jetzt immer so war.

Nächste Woche fliege ich mit einem Freund hier sogar noch nach Sri Lanka, worauf ich mich ganz besonders freue! (obwohl momentan dort starke Hochwasser sein sollen)

Dazu folgt natürlich auch nochmal ein Blogpost und viele Bilder.

Bei Maher läuft auch alles gut, viele Kinder sind momentan bei Verwandten, deswegen verbringe ich seit Ende April meine Zeit nicht mehr in meinem Haus (da dieses geschlossen ist) sondern mit Justus zusammen im Office, welchem ich so ein bisschen unter die Arme greifen kann.

Es kommen jetzt einige Posts hintereinander. Am besten mal nach unten scrollen, dort gibt es ein Post über Weihnachten und unsere Südenreise im Januar,  auch wenn einige Sachen schon ein bisschen her sind.

Vielen Dank für die Unterstützung und liebe Grüße aus Indien!

Euer Philipp

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Die Süden-Reise

Anfang Januar fuhren Vanessa, Anna-Lena, Justus, Konstantin und ich zu unserer ersten großen Reise in den Süden Indiens.

Es ging von Pune nach Pondicherry, von dort über Auroville nach Madurai und weiter an Indiens südlichsten Punkt Kanyakumari. Dort verließen wir den Staat Tamil Nadu und es ging weiter nach Kerala, genauer gesagt Kumily mit Zwischenstopp in Kovalam und Alappuzah. Von dort nach Kochi, wo es wieder zurück nach Pune ging.

Um 2 Uhr nachts fing es an mit dem Zug von Pune, eine 34 Stunden Zugfahrt bis nach Pondicherry. Unsere erste Zugfahrt hier in Indien, und bis jetzt auch immer noch längste.

Nachdem wir viel über indische Zuege gehört hatten, größtenteils negatives, waren wir alle super überrascht, wie sauber und gut ausgestattet die Züge doch sind. Es ist kein Luxus vorhanden aber alles was wir benötigten und somit war es eine sehr angenehme, schoene und natürlich lustige Zugfahrt, auch wenn wir nachts nicht immer perfekt schlafen konnten.

Pondicherry blieben wir die meiste Zeit am Meer und sahen uns einige alte Kirchen an, die Stadt war früher eine französische Kolonie.

Von dort fuhren wir in das nahe Auroville, wo wir günstig eine schöne kleine Hütte direkt am Strand bezogen, wo nachts noch der Meereswind durchwehte.

Auroville ist eine Kommune mit mehr oder weniger alternativem Lebensstil. Die ungefähr 2200 Bewohner, Häuser, Farmen und Shops Aurovilles verteilen sich über mehrere Dörfer in der direkten Umgebung von der Stadt Pondicherry.

Wir schauten uns einige Einrichtungen Aurovilles an, wie auch eine ökologische Farm, wo wir andere deutsche Freiwillige trafen.

Wieder von Pondicherry aus nahmen wir einen Bus nach Madurai. Dort verbrachten wir nur einen Tag, wo wir hauptsächlich die bekannten Tempel der Stadt besichtigten, diese ragen über die ganze Stadt und sind das Markenzeichen der Stadt. Die Tempel beeindruckten uns alle sehr.

Wir aßen noch sehr lecker in einem traditionellen indischen Restaurant zu Mittag, bevor wir noch am nächsten Morgen dann nach Kanyakumari aufbrachen.

Nach mehreren Stunden anstrengender Busfahrt, erreichten wir den südlichsten Punkt Indiens. Kanyakumari liegt natürlich direkt am Meer und bietet einen unglaublichen Ausblick aufs Meer. Da uns diese Stadt so gut gefiel, verbrachten wir sogar zwei Tage dort um alles zu erkunden und abends noch am Meer die Sterne zu genießen.

Wir fuhren auch mit einer Fähre auf die kleine Insel mit einem bekannten hinduistischen Tempel. Dort besichtigten wir nicht nur den Tempel, sondern hatten wieder einmal eine wunderschöne Aussicht aufs Meer, sowie Kanyakumari selbst.

Von Kanyakumari aus ging es für uns nun nach Kerala. Wir fuhren wir mit einem öffentlichen Bus ungefähr 2 Stunden, bevor wir fast direkt an einem wunderschönen Strand herauskamen. Das Problem hier war nur, dass wir an einem absoluten Touristenort gelandet waren, welcher ganz klar unser Buget sprengen würde.

Deshalb entschlossen wir uns kurzerhand direkt einen weiteren Bus zu nehmen, in die nächste größere Stadt, wir kommen also in Kovalam an. Von dort wollen wir in die international bekannten Backwaters Kerala. Ein riesen Flusssystem im Landesinneren des Staates. Somit nehmen wir einen weiteren Bus nach Alappuzah.

Dort spricht uns direkt nachdem wir aus dem Bus gestiegen waren ein älterer Herr an, welcher uns sehr günstig kleine Hütten vermieten will, mit der Versprechung sie würden direkt an den Backwaters liegen, auch noch zu einem sehr erschwinglichen Preis.

Und tatsächlich, die zwei kleinen Hütten liegen direkt an den Backwaters mit wunderschönem Ausblick.

Am nächsten Tag machten wir dann eine Bootsfahrt durch die Backwaters mit Sonnenuntergang, was wahrscheinlich für alle von uns einer der schönsten Anblicke unseres bisherigen Indienaufenthalts war.

Der Hotelbesitzer gibt uns eine Visitenkarte eines Freundes von ihm, der auch ein Hotel besitzen soll und wir machen uns auf nach Kumily.

Dieses liegt wunderschön mitten in den Bergen und wir sehen uns eine riesige Teeplantage, sowie die dazugehörige Fabrik an, reiten auf Elefanten und essen die womöglich schlechteste Pizza unseres Lebens.

Kumily bietet einen perfekten Abschluss unserer 14-tägigen Südenreise, welche wir alle sehr genossen und wo wir wirklich tolle Eindrücke mit zurück nach Pune nehmen.

Am Ende geht es noch nach Kochi, wo dann der Zug zurück nach Pune fuhr.

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Weihnachten in Indien

Viele wundern sich wahrscheinlich wie ich denn Weihnachten so weit fern von der Heimat erlebt habe.

Es war nicht mein erstes Weihnachten weg von zu hause, da ich während meines Aufenthalts in den USA auch über Weihnachten dort war.

Damit war es für mich nicht schlimm, dieses Fest hier zu erleben.

Maher veranstaltete während dieser Zeit auch das “Maher Sportscamp”, welches ein sportliches Ereignis für alle Maher Kinder ist, wo sie in verschiedenen Sportarten und Spielen gegeneinander antreten. Alle Kinder, welche aus allen Häusern in der Umgebung anreisten, teilten sich in 4 Gruppen ein. Diese nahmen dann gegeneinander an den Wettbewerben teil.

Wir Freiwillige waren ab dem Beginn dessen im Maher Haus in Vadhu.

Weihnachten wurde deswegen für die meisten Kinder zur Nebensache, da alle sehr stark für diese Wettbewerbe mitfieberten.

Es wurde eine schöne Krippe aufgebaut und am Abend ein sehr netter Gottesdienst abgehalten, wo alle eingeladen waren, bekannte Weihnachtslieder gesungen wurden und sogar einige Geschenke am Ende verteilt wurden.

Weihnachten hier in Indien war letzten Endes klein aber fein. Da hier der Großteil der Bevölkerung Indiens Hindus sind, gab es sehr wenig öffentliche Feiern. Trotzdem war alles, wie es Maher machte sehr schoen gestaltet und organisiert. Die Krippe und der in English gehaltene Gottesdienst am Abend des 24. waren sehr schön und wir kamen alle ein bisschen in eine Weihnachtsstimmung.

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Mein Arbeitsalltag bei Maher

Ich muss mich auf jeden Fall wieder entschuldigen, dass so lange kein Blogeintrag mehr online kam. Die Zeit geht so unglaublich schnell vorbei und es passiert sehr viel, was vergessen lässt, dass es mittlerweile schon November ist und sogar demnächst Weihnachten ansteht.

Das überrascht mich jedes mal, wenn ich daran denke. Gleichzeitig kommt natürlich ein großer Brocken schlechtes Gewissen hoch, da mir mein Kopf signalisiert, dass ich doch recht lange kein Blogeintrag mehr veröffentlicht habe.

Aus diesem Grund kommt heute ein Eintrag über meine Arbeit bei Maher, den Ablauf eines durchschnittlichen Arbeitstags in dem Kinderhaus, in dem ich arbeite.

 

Wir sind zwei Freiwillige in dem Haus, Vanessa und meine Wenigkeit. Somit teilen wir uns den Ablauf die meiste Zeit. Wir arbeiten zusammen in dem Maher-Kinderhaus Premsagar in Pune im Stadtteil Wadgaon Sheri von morgens 10 bis abends 18 Uhr.

 

Morgens, um 10, wenn wir zum Haus kommen, sind nur zwei kleine Kinder und ein paar größere Mädels da. Die restlichen Kinder sind alle in der Schule von früh morgens an. Wir beschäftigen uns von 10 bis um 12 Uhr mit den beiden, Ayush und Indrasheet. Wir machen meistens Hausaufgaben mit ihnen, doch da diese meistens schnell erledigt sind, spielen wir auch oft mit ihnen und den großen Mädels.

Um 12 Uhr bringen wir die beiden zur Schule und gleichzeitig holen wir 9 Kinder von der selben Schule ab. Ayush und Indrasheet haben erst um 12 Uhr Schule an, während die meisten Kinder zu der Zeit schon Schule aus haben. Die Schule ist ungefähr 15 Minuten zu Fuß entfernt an einer viel befahrenen Straße, was heißt, das wir doch recht gut aufpassen müssen, dass keines der Kinder einfach so auf die Straße rennt.

Wenn wir wieder am Haus zurück sind, steht meistens schon das Mittagessen da und alle, die Kinder, die größeren Mädchen, die Hausmütter und natürlich wir, essen gemeinsam. Danach wir abgespült und es gibt manchmal ein bisschen Arbeit im Haus oder draußen zu erledigen, wenn nicht spielen wir eine gewisse Zeit mit den Kindern, bis es Mittagsschlafenszeit ist. Dabei schlafen die Kinder von 2 bis um 4 und ruhen sich von den Strapazen des Tages aus, bis es ans lernen für die Schule geht.

Ich gehe zu dieser Zeit, da ich Mittags nicht so gerne schlafe, ins Maher Office, welches im gleichen Stadtteil liegt und zu Fuß auch nur circa 15-20 Minuten entfernt ist. Dort helfe ich meistens Justus oder anderen Office Mitarbeitern bei der Arbeit am Computer oder wenn nichts anliegt entspanne ich die Zeit auch mal.

 

Um 4 Uhr gehe ich dann zurück in mein Haus und es beginnt die "Study Time", welche bis 6 Uhr geht. Dort haben wir zwei Gruppen von Kindern. Vanessa und ich wechseln täglich die Gruppen, damit es keinen Streit gibt, dass jetzt ein Kind jemand bestimmen bevorzugt. Die Gruppen unterscheiden sich soweit, dass bei der einen Gruppe die Kinder alle auf eine Marathi Schule gehen und damit nicht so gut English sprechen, wir also hauptsächlich mit Mathe helfen, trotzdem aber natürlich bei allen Hausaufgaben, auch wenn wir die Schrift dann gar nicht lesen können, unser bestes geben zu helfen. Die andere Gruppe Kinder geht auf eine englische Schule und damit sprechen alle von ihnen auch flüssig Englisch. Dort helfen wir mit allen Fächern. Die Kinder kommen aber immer erst um halb 4 von der Schule, sie haben den ganzen Tag über Unterricht, sind deshalb immer sehr müde und haben verständlicherweise nicht so Lust schon wieder Hausaufgaben zu machen und für die Schule zu lernen. Mit ihnen ist es oft schwerer und anstrengender zu lernen.

 

Dennoch macht es mit beiden Gruppen gleich viel Spaß und wir freuen uns jeden Tag immer wieder auf die Arbeit.

 

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick in mein Alltag bei Maher geben und werde jetzt auch versuchen regelmäßiger Blogeintrage zu bringen.

Die Wohnung

Wie angekündigt folgt nun mein kleiner Bericht über meine momentane Wohnungssituation. Lange bevor wir (die 7 Volunta Freiwillige) aus unserem Guesthouse (eine 2 Schlafzimmerwohnung in der wir für den 1 Monat zusammenlebten) ausziehen mussten, begann die Wohnungssuche für die neue Bleibe für die zwei sich neu gebildeten WGs, eine 3er und eine 4er WG.

Von da an begannen wir, hauptsächlich in Koreagon Park, einem Stadtviertel von Pune, welches uns herzlichst für unsere Wohnung empfohlen wurde und uns auch persönlich am besten gefiel und wo neben dem Guesthouse auch die meisten der Freiwilligen vor uns wohnten, die Wohnungssuche.

Innerhalb von 2 Wochen sahen wir etliche Wohnungen, von denen viele nicht passten, entweder weil sie zu teuer oder zu klein/groß waren. Um nicht zu lang um den heißen Brei herumzureden, fasse ich lieber zusammen, weil eine Wohnung am einfachsten mit Bildern zu beschreiben ist. Sagen kann ich aber, die Miete passt genau ins Budget und es ist eine wirklich sehr schön gelegene Wohnung im Dachgeschoss mit 2 Schlafzimmern, einer großen Küche, Bad, Wohnzimmer und zwei Balkonen.

Die WG besteht aus Lena, Anna-Lena und mir. Dabei habe ich dann die Ehre ein Schlafzimmer für mich zu haben :)

Alles weitere kann ich eindeutig besser mit den Bildern zeigen! Sollte es trotzdem Fragen zu der Wohnung geben, stehe ich gerne dazu bereit.

Kleines Update (mir gehts gut, keine Sorge)

Erstmal natürlich "Entschuldigung", dass doch recht lange keine Eintrag mehr kam, mir geht es sehr gut und ich war doch recht beschäftigt mit allem möglichen.

Ich arbeite jetzt seit 2 Wochen in dem Kinderhaus von Maher in dem ich auch das Jahr arbeiten werde.

Der Einstieg war natürlich nicht allzu einfach, da doch teilweise eine kleine Sprachbarriere vorhanden ist, die Kinder und Hausmütter sind aber alle zusammen  unglaublich nett und hilfsbereit. Desweiteren spricht eigentlich jeder zumindest paar Worte English und eine recht große Gruppe Kinder perfektes English. Trotzdem war die erste Woche noch viel Eingewöhnen, die eigenen Aufgaben verstehen und die Kinder und Hausmütter kennenlernen.

Doch schon in der zweiten Woche ist das Gefühl ganz anders, wir fühlen uns schon sehr wohl und es macht richtig viel Spaß!

Wenn eine richtige Routine entstanden ist, werde ich nochmal einen ausführlichen Blogeintrag zu meiner Arbeit schreiben.

Unser Monat in dem Guesthouse(Wohnung mit den 7 Freiwilligen aus Pune) ist fast vorbei und wir haben eine schöne Wohnung gefunden. Ich werde mit 2 weiblichen Mitfreiwilligen in eine WG ziehen und wir ziehen Sonntag um. Von der neuen Wohnung folgen natürlich noch Bilder.

Bis dahin alles liebe aus Indien!!

Kennenlernen auf eine andere Art

Wir(4 Maher-Freiwillige) verbrachten, bevor unsere eigentliche Arbeit in einem der Kinderhäuser beginnt, 3 Tage in Vadhu, dem „Hauptdorf“ von Maher, um vorher die Organisation kennenzulernen und zu verstehen wie Maher funktioniert.

Dort trafen wir viele inspirierende Menschen und lernten zudem alle Center von Maher in der Nähe von Pune kennen. Dabei war uns nie bewusst, wie groß und toll diese Organisation eigentlich ist! Sie macht unglaublich viel für bedürftige Menschen und natürlich hauptsächlich Kinder und Frauen.

Wir sahen viele Center für Kinder und Jugendliche, welche auch ähnlich aufgebaut sind, wie das Haus in dem ich arbeite. Dort sind meistens um die 30, manchmal auch 50 Kinder mit Hausmüttern untergebraucht, die für die Kinder sorgen und sich um sie in allen Belangen kümmern.

Desweiteren besitzt Maher auch Häuser für geistig behinderte Menschen, sowie alte Frauen und Herren. Diese beeindruckten mich besonders, mit welcher Liebe dort umgegangen wird, wie freudig die Menschen dort sind und auch wie wunderschön die Häuser und das Gelände um die Häuser sind. Wir lernten viele Projekte in der Zeit kennen, zum Beispiel ein Slum-Projekt, bei dem ein Slum, es waren dort schon heftige Verhältnisse für unsere Augen, von Maher betreut wird, dass heißt es wird Essen und Trinken bereitgestellt, sowie die Möglichkeiten von Bildung und Arbeit.

Es waren ganz andere Erfahrungen, die wir in den paar Tagen dort machten, zum einen das sehr familiäre Dorf Vadhu mit sehr vielen Kindern und Müttern, welche alle samt unglaublich nett und hilfsbereit waren, und dann auch die Projekte mit ganz anderen Lebensverhältnissen als wir sie gewohnt sind.

Wir wurden am ersten Tag schon von allen Kindern mit einer kleinen Zeremonie, die sich zu unserem Vergnügen die nächsten Tage in fast allen Centern wiederholte, begrüßt. Es war immer wieder eine Freude die Kinder und Jugendlichen zu sehen, wie sie ein „Welcome Song“ für uns sangen und uns so in die große und schöne Maher-Familie willkommen hießen.

Wir schliefen in Gästezimmern und wurden jeden Morgen, Mittag und Abend mit leckerem indischen Essen begrüßt, was uns allem sehr gut gefiel, das wir bisher nicht allzu viel von der typisch indischen Küche kosten konnten.

Tagsüber, wie schon berichtet sahen wir die anderen Center oder blieben auch mal in Vadhu, wo wir mit den Kindern spielten oder sie auch versuchten uns Marathi beizubringen.

Das Haus in dem ich arbeiten werde heißt Premsagar, es ist ein sehr schönes Haus mit mehreren großen Räumen und zwei Hausmüttern, welche sich neben uns(Vanessa und ich werden beide dort in diesem Haus arbeiten) um die Kinder kümmern, für sie kochen und auch zu jeder Zeit für die Kinder da sein werden. Wir werden die Kinder von der Schule abholen, sie zur Schule bringen und natürlich bei der „Study-Time“ helfen, dass heißt bei Hausaufgaben, sowie beim Lernen für Tests oder üben bei Problemen in allen möglichen Fächern. Um die Sprachbarriere zu umgehen werden wir dies mit den Kindern machen, welche eine englische Schule besuchen.


Alles in allem war die Zeit in Vadhu und das Kennenlernen meines zukünftigen Arbeitsplatzes einfach einen total schöne Erfahrung, die ich so schnell bestimmt nicht vergessen werde und mir eine wunderbare Einsicht in Maher gegeben hat.



Einige Bilder zu den ersten Tagen

Die ersten Eindrücke

Einfach unglaublich wie verrückt dieses Land ist.

So.. um die Leser schonmal zu beruhigen, alles ist gut und mir gefällt es wunderbar hier!
Zwar hat meine Arbeit bei Maher (siehe unter anderem Navigationspunkt für die Unerfahrenen) noch nicht begonnen, doch trotzdem fühle ich mich mit jeder Sekunde immer wohler.

Seit meiner Ankuft ist unglaublich viel passiert und es ist völlig unmöglich jede einzelnen Tag Sekunde für Sekunde widerzugeben(auch wenn ich das für die lieben Zuschauer natürlich sehr gerne machen würde, mir doch einfach die Lust und die Zeit fehlt- sorry, mein Fehler).

Wir wurden nach unserer ersten Nacht, naja gut, Nacht ist hoch gegriffen, wenn bedacht wird, dass wir erst um 7 Uhr morgens eingeschlafen konnten, sehr nett mit Früchten und Bananenbrot von unserer deutschen Mentorin Ilka empfangen.
Um das Ganze ein bisschen zu kürzen, kann ich schonmal vorweg nehmen, dass die nächten Tage von unglaublich vielen neuen Eindrücken geprägt wurden.

Die Wetter- vor und nachsage der letzten und kommenden Tage: 30°, 30°, 30°, 30° und feucht, schwül, schwül, hohe Luftfeuchtigkeit- mehr muss eigentlich nicht gesagt werden, ich mag es auch wenn ich mich noch im Gewöhnungsprozess befinde ;)
Der Verkehr ist sehr chaotisch, was beängstigend und lustig zugleich ist. Auch das traditionelle Rikscha-fahren macht viel Spaß und ist auf jeden Fall nicht langweilig(Foto). Die Straßen sind oft recht voll, meistens domieren Rikschas und Motor- räder bzw. -roller den Verkehr, welcher aufgrund des zeitweise recht häufigen Hupens der indischen Verkehrskollegen extrem laut zu sein scheint und an das ich mich immer noch gewöhnen muss, da ich bis jetzt jeden Tag um 9 wegen des gut fließenden Verkehrs aufwache, aber es gibt schlimmeres im Leben! ...ich werde mich noch daran gewöhnen :) 

Das Essen gefällt mir extem gut, Reis ist wie erwartet die Hauptzutat und die Schärfe ist auch nicht schlecht. Trotzdem sind die Restaurants sehr schön und günstig, was das Essen umso mehr versüßt ;)
Generell kann gesagt werden, dass die indischen Landsmänner_innen unglaublich nett und gastfreundlich sind, was durch die Stadt laufen immer wieder zu einem schönen Erlebnis macht! Oft sieht man freundliche Straßenhunde und selten auch mal Bettler, was den rundum positiven Eindruck der indischen Mentalität gegenüber Fremden aber keineswegs trübt.

Was doch auffällt ist das Bedürfnis der indischen Behörden nach Bürokratie, was schon fast einer Sucht gleich, welche Millionen von unseren beigebrachten Kopien verschlingt(natürlich nicht Millionen, auch nicht tausende und nicht hunderte, aber genug!). Teilweise ist es dann auch recht unterhaltsam, wenn bedacht wird, dass wahrscheinlich nicht mal die Behörden selbst wissen wo eigentlich diese Tonnen an Papieren lagern(es sind bestimmt unterirdische Netzwerke von Tunneln). Aber auch diese Hürde ist eindeutig schaffbar, wenn auch bisschen anstengend zu überwinden.
Interessant ist auch der Unterschied von Arm und Reich zu sehen, wobei beide Teile aus meiner Sicht nicht unzufrieden wirken, was mich sehr beruhigt, trotzdem ist ein deutliche Unterschied anhand der Größenunterschiede der Häuser zu erkennen.

Außerdem, jede Erwartung in den Schatten gestellt, habe ich bis jetzt nur einen Mückenstich und damit bestätigen sich dann auch die Gerüchte und das indische Mückenspray hilft wirklich um einiges besser als das deutsche Markenprodukt.

Zusammengefasst kann nun gesagt werden(jetzt komme ich mir fast vor wie im schriftlichen Abitur, wo ich das auch unter jede Aufgabe geschrieben habe) das es verdammt viele Eindrücke und Erfahrungen sind, die ich hier in den ersten Paar Tagen bekommen habe! Sie sind grundweg auf jeden Fall positiv und das Land macht mit jeder Minute mehr Spaß! :)

Dennoch will ich darauf hinweisen, dass es nur der Eindruck von ein paar Tagen ist, ich also nur einen Bruchteil von Pune und umso weniger natürlich von Indien selbst gesehen habe, deswegen pauschalisiert dieses Bild bitte nicht. Dankö.
Seid also beruhigt, mir geht es super(wenn ihr euch überhaupt irgendwelche Sorgen macht, ich hoffe nämlich nicht... ich denke auch nicht, dass ich so wirke als könnte ich in einem neuen Land nicht überleben, oder?? )


Ankunft in Indien


So schnell kanns' gehen. Eben noch im beschaulichen Deutschland und plötzlich fährt man mit 120 über indische Highways und lernt schon über den Straßenverkehr und die dort herrschende Ordung ;)

Begonnen hat alles ganz gemütlich am Frankfurter Flughafen, wo wir Freiwillige (alle die nach Pune gehen) uns trafen um später auch zusammen in die Maschine zu steigen. Nach den Abschied von Eltern und Freuden und natürlich dem Check-In ging es dann auch recht schnell in die Lüfte. Das Bild zeigt, wie unschwer zu erkennen, meine kleine Getränkesammlung auf dem Flug. Der Flug verlief reibungslos und nach kurzem Zurechtfinden am Flughafen von Mumbai, trafen wir auch schon unsere Fahrer.

Das Wetter ist sehr regnerisch, trotzdem waren es ungefähr 28° als wir aus dem Flughafengebäude um 2:30 Uhr traten und die Luftfäuchtigkeit fühlt sich exakt so an wie in den Tropenhäusern im Palmengarten.

Und nun sitze ich hier, freue mich auf mein Bett, auf dem Weg nach Pune, wir Freiwilligen in drei Autos verteilt, und schreibe diesen kleinen Bericht. Der Verkehr ist komplett verrückt, aber sehr interessant zuzuschauen, wie oft zum Beispiel die Lichthupe verwendet wird oder sehr oft sieht man einfach Lastwagen alle Spuren des Highways mehr oder minder blockieren. 

Aber wie sagt man so schön: "anderes Land, andere Sitten" :) 

Der erste Eindruck ist sehr gut, es ist wirklich etwas komplett anderes. Alles ist wirklich interessant, teilweise vielleicht auch chaotisch, aber alles in allem sehe ich jetzt schon was für ein lebhaftes Land mich hier erwartet!